Zweiter Demografiegipfel der Bundesregierung in Berlin

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Auf Einladung von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich fand am 14. Mai 2013 in Berlin der Zweite Demografiegipfel der Bundesregierung statt. Eingeladen war auch famPlus, als Teilnehmer waren Dr. Markus Solf und Monika Berry vor Ort.

Beim Zweiten Demografiegipfel wurde die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Ebenen gewürdigt, um den demografischen Wandel zu gestalten. „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben an diesem Thema intensiv und produktiv zusammengearbeitet. In nur sechs Monaten haben Bund, Länder, Kommunen, Sozialpartner, Verbände, Stiftungen, und Bildungseinrichtungen tragfähige Ergebnisse vorgelegt. Auf ihrer Grundlage werden wir die Gestaltung des demografischen Wandels fortsetzen. Ein solches Ausmaß an Zusammenarbeit ist bemerkenswert“, erklärt Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich.

Im November 2011 hatte die Bundesregierung erstmals einen Demografiebericht vorgelegt und im April 2012 eine Demografiestrategie präsentiert. Mit dem „Ersten Demografiegipfel der Bundesregierung“ im Oktober 2012 wurde ein breiter, ebenenübergreifender Dialogprozess eingeleitet. Es haben sich neun Arbeitsgruppen konstituiert, die beim Zweiten Demografiegipfel“ ihre ersten Ergebnisse präsentieren. Die Arbeitsergebnisse wurden in einem Bericht mit dem Titel „Jedes Alter zählt“ zusammengefasst und u. a. unter www.bmi.bund.de veröffentlicht.

Kurze Zusammenfassung der Arbeitsgruppe "Familie als Gemeinschaft stärken":

Vorsitz:

  • Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Ko-Vorsitz:

  • Stefan Grüttner, Hessischer Sozialminister
  • Marcel Philipp, Oberbürgermeister der Stadt Aachen

Zeitpolitik für Familien

Handlungsfelder:

  • Erhöhung der Arbeitszeitsouveränität von Müttern und Vätern zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Verankerung einer Familienzeitpolitik auf kommunaler Ebene als bereichsübergreifende Aufgabe durch kooperative Umsetzung von Initiativen und Familien-Zeit-Berichten
  • Schaffung von mehr Transparenz auf dem Markt für familienunterstützende Dienstleistungen, Imageverbesserung, Information sowie Qualifizierung von Anbietern

Auszug aus den Ergebnissen für das dritte Handlungsfeld

Transparenz und Information

Es soll ein Internetportal mit einer bundesweit tätigen Servicestelle eingerichtet werden und sowohl Nachfragern als auch Anbietern beratend zur Verfügung stehen. Das Internetportal soll zugleich als Lotse fungieren.

Es werden folgende Beiträge vereinbart:

Für Nachfrager und gewerbliche Anbieter haushaltsnaher Dienstleistungen wird geprüft, welche Anforderungen an eine Plattform für Dienstleistungsunternehmen zu stellen sind. Die Gestaltungspartner unterstützen die Erarbeitung einer solchen Plattform mit Servicestelle und tragen mit ihrem Fachwissen zur Konzeption und Entwicklung bei.

Für Personen, die im Rahmen eines mit dem Privathaushalt abgeschlossenen Arbeitsvertrages arbeiten möchten, prüft die Bundesregierung, bei welcher Stelle diese bundesweite Plattform eingerichtet werden kann und ob dieser gegebenenfalls weitere Arbeitgeberaufgaben im Zusammenhang mit familienunterstützender Beschäftigung übertragen werden können, unter Wahrung von Kostenneutralität.

Die Bundesregierung prüft, welche Anforderungen die Servicestelle und das gemeinsame Dachportal zu erfüllen haben, das als zentrale Anlaufstelle dienen soll.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Familie als Gemeinschaft stärken“ finden Sie hier

 


Erscheinungsdatum: 15.05.2013