Was eine berufstätige Mutter braucht - von Mittelmaßmama Rebecca Harms

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Kinder, Küche! Karriere? Zuviel verlangt, wenn man beides möchte? Un-Vereinbarkeit Familie und Beruf? Mama oder Management?

Viele Fragezeichen. Viele Antworten. Höchst individuelle noch dazu.

Aber auch jede Menge Erfahrungen!

Unsere Gastautorin Rebecca Harms meint: Davon können (berufstätige) Mamas gemeinsam profitieren und wahre Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen. Sie nennt das Mama-management und berichtet in Ihrem Blog http://mama-nagement.blogspot.de über Kinder, Küche, Kompetenzen und vor allem Erfahrungen, die sie, aber auch andere Mama-manager gemacht haben.

In einem Beitrag hat Rebecca Harms zusammengestellt, was eine berufstätige Mutter braucht:

1. Eine gute Kinderbetreuung für die Kernzeiten: Kinderkrippe, Kindergarten & Hort.

2. Eine gute Kinderbetreuung für die Notzeiten: Die Großeltern, die im Falle von Kinderkrankheiten den Nachwuchs nehmen, sofern ich nicht der Arbeit fernbleiben kann. Oder eine verlässliche und flexible Kinderfrau, Leihoma oder Babysitter, falls die Großeltern nicht verfügbar sind.

3. Ein gutes Netzwerk für Ausnahmezeiten: Freunde, die den Nachwuchs nehmen und zum Kindergarten und zur Schule bringen, wenn mein Mann und ich gleichzeitig wegen Dienstreisen ausfallen. (Was durchaus vorkommen kann.)

4. Das Prinzip "Eine Hand wäscht die andere": Ich nehme die Kinder meiner Freunde genauso bereitwillig bei uns auf wie die die meinigen, weil auch sie Ausnahmezeiten kennen. Und wenn sie "nur" mit Gehörgangsentzündung schmerzhaft danieder liegen.

5. Freunde zum Erfahrungsaustausch, die einen offen, schonungslos und ehrlich auf das vorbereiten, was noch kommen wird. Z.B. der Wahnsinn in der Schule beim Run auf´s Gymnasium oder so.

6. Planung: Wie bringe ich Haushalt und Hausaufgaben in meinen Tagesablauf unter?

7. Dazu auch eine gute Putzfrau, so ich sie mir leisten kann bzw. das Geld durch zusammenstreichen anderer Dinge erübrigen kann.

8. EIN AUTO!

9. Eine ToDo-Liste, die mittlerweile Ähnlichkeit mit einer Klopapierrolle hat, so viel kommt immer wieder dazu.

10. Ein DICKES Fell: Wegen der Kommentare, warum ich überhaupt Kinder habe, wenn... Und um den Stress zu verkraften, und die eigenen Selbstzweifel, ob ich bei all dem eine gute Mutter bin, und um mich nicht zu sehr über die Vergesslichkeit zu sorgen, die in meinen Leben während dieses Marathons eingezogen ist.

11. Jede Menge Kinderbücher, die ich meinem Nachwuchs in unserer gemeinsamen "Qualitätszeit" (eigentlich mag ich den Ausdruck nicht) zu deren Begeisterung vorlesen kann.

12. Meinen Mann, der für die Marotten seiner Frau nicht nur Verständnis hat, sondern nebenbei noch weiß, wie man kocht, putzt, bügelt, und sich nicht scheut, einem durchfallkranken Kind den Po zu putzen, auch wenn ihn dabei der Brechreiz quält.

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Unsere Gastautorin Rebecca Harms , alias Mittelmaßmama, hat studiert, zwei Kinder und arbeitet „nur die halbe Zeit“. Dann allerdings richtig. Weshalb schon so manch einer verfluchte, dass man ihr eine Stabs-Stelle gab.

Den Rest des Tages widment Mittelmaßmama Wischmopp & Co, Kind 1, Kind 2, Hausaufgaben und gelegentlich auch sich oder dem Göttergatten.

Wenn Mittelmaßmama lange oder extern arbeiten muss, ist übrigens ihr Göttergratte dran mit dem vollen Programm.

Sprich:

Mittelmaßmama verfügt über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz, was die Praxisseite aller Theorien zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeht.

Im Wettrennen um einen attraktiven Job; im Wechselbad der Gefühle zwischen Kind und Karriere; im Alltagschaos, weil das Gehalt nicht für Kinderbetreuung UND Putzhilfe reicht; im Ehestress, weil beide müde sind.

Und Sie teilt diesen reichen Erfahrungsschatz (inklusive Fettnäpfchen!) mit allen, die ihren Blog unter http://mama-nagement.blogspot.de besuchen.

 


Erscheinungsdatum: 30.09.2013