„Notfallbetreuung - Wenn Sand in die ,Vereinbarkeitsuhr‘ kommt, sind wir da.“

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Cornelia Bains-Terschawetz weiß wovon sie spricht, wenn es um die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Als sie als alleinerziehende Mutter eines fünfjährigen Sohns nach Stuttgart kam, stand sie vor der Herausforderung, eine Kinderbetreuung für die Zeit von 10:00 bis 19:00 Uhr zu organisieren. Eine Ganztagesbetreuung in einer Kita kam damals einem Sechser im Lotto gleich. Abgedeckt waren damit aber nur die Stunden bis 17:00 Uhr. Zur Überbrückung bis 19:00 Uhr war sie auf eine Tagesmutter angewiesen. „Das alles zu organisieren, war äußerst herausfordernd und hat viel Zeit und Kraft gekostet.“ Zeit und Kraft, die sie berufstätigen Eltern mit ihrem Angebot erspart. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes und einigen Jahren als Tagesmutter gründete sie 2009 gemeinsam mit Marlen Reins die Kindertagesstätten Himpelchen und Pimpelchen GbR. Heute decken die Himpelchen und Pimpelchen GbR und die Kindertagesstätten Himpelchen und Pimpelchen gGmbH (gegründet 2012) von der Kinderbetreuung in Kitas bis hin zur Kindernotfallbetreuung unter anderem als Kooperationspartner von famPLUS ein breites Betreuungsspektrum ab. In unserem Gespräch mit Cornelia Bains-Terschawetz erzählt, wie sie heute berufstätige Eltern in und um Stuttgart bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt. Denn Cornelia Bains-Terschawetz weiß: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf funktioniert wie ein Uhrwerk. Alles muss genau aufeinander abgestimmt werden. Kommt mal Sand in das Getriebe sind wir von Himpelchen und Pimpelchen da und unterstützen.“

Frau Bains-Terschawetz, Sie bieten unter anderem eine Notfallbetreuung als Kooperationspartner von famPLUS an. Wie muss man sich das vorstellen?

Wir bieten zwei verschiedene Arten der Kindernotfallbetreuung an. So können wir zum einen Kinder in unseren Kitas stunden- oder auch tageweise aufnehmen. Wenn zum Beispiel die Tagesmutter krank geworden ist oder ein außerplanmäßiger Termin ansteht. Zum anderen können wir, wenn es sich um ein krankes Kinder handelt, dieses auch in deren eigenen vier Wänden betreuen. Voraussetzung ist natürlich immer, dass wir in einer unserer Kitas einen Platz frei haben, beziehungsweise, dass eine unserer Betreuerinnen für die Betreuung eines kranken Kindes abgerufen werden kann.

Wie kurzfristig können Sie eine Notfallbetreuung anbieten?

Das ist sehr unterschiedlich. Es kann sein, dass wir schon innerhalb von nur zwei Stunden vor Ort sein können, es kann aber auch sein, dass wir gar nicht kommen können. Leider ist es oftmals so, dass nicht nur Kinder, sondern auch die Betreuerinnen vermehrt krank sind. Die Grippewelle Anfang des Jahres ist ein gutes Beispiel. Dann kann es vorkommen, dass wir niemanden für die Notfallbetreuung freistellen können. Selbstverständlich versuchen wir aber immer, alles möglich zu machen. Ideal ist es, wenn wir mindestens einen Tag Vorlauf haben.

Was kostet das dann?

Die Notfallbetreuung in einer unserer Kitas kostet inklusive Essen und Windeln sieben Euro pro Stunde. Die Notfallbetreuung Zuhause ist etwas teurer. Zwischen 8:00 Uhr und 16 Uhr kostet es elf Euro pro Stunden, vorher und nachher, sowie an Sonn- und Feiertagen fünfzehn Euro pro Stunde.

Kinder welchen Alters betreuen Sie?

In unseren Kitas betreuen wir schon die Kleinsten, ab zwei Monate, und begleiten sie bis zum Schuleintritt. Bei der Notfallbetreuung zuhause haben wir keine Altersbegrenzung, allerdings betreuen wir hier nur in Ausnahmefällen auch Kinder unter einem Jahr.

Kann man sich als Eltern eine bestimmte Betreuungsperson wünschen?

Das geht. Aber sicherstellen können wir das nicht. Hat die betreffende Person an dem Tag frei oder in der Kita ein Elterngespräch, müssen wir eine andere Betreuerin schicken. Aber das ist in aller Regel kein Problem. Unsere Betreuerinnen sind alle zuverlässig, nett und liebevoll im Umgang mit den Kindern.

Gibt es Situationen, in denen Sie die Betreuung ablehnen?

Ja. Wenn das Kind zu sehr krank ist. Aber das ist bisher noch nicht vorgekommen. Wir erleben unsere Eltern als sehr verantwortungsbewusst und fürsorglich. Wir werden nur angefragt für die Tage, wenn die Kinder zwar schon wieder gesund sind, aber noch nicht fit für die Kita.

Betreuen Sie auch Kinder im Unternehmen? Zum Beispiel im Eltern-Kind-Zimmer.

Auch das ist möglich. Je nach Größe des Zimmers können wir hier auch mehrere Kinder auf einmal betreuen. Aber auch hier kommt es wieder auf unsere Personalsituation an. Während des landesweiten Kitastreiks war diese Art des Betreuens sehr gefragt. Viele unserer Kunden konnten wir bedienen, aber eben nicht alle.

Darüber hinaus betreuen wir aber auch bei Veranstaltungen wie „Tag der offenen Tür“ oder während Seminaren und Kursen für Wiedereinsteiger und Wiedereinsteigerinnen die Kinder. Wir kommen dann mit unserer „Veranstaltungs-Spezial-Ausrüstung“ und entertainen die Kids.

Ein ganz besonderer Service ist Ihr Kinder-Taxi. Wie muss man sich das vorstellen?

Das ist kein Taxiservice, wie man ihn sich klassisch vorstellt. Unser Service muss frühzeitig angefragt werden, damit wir planen können. Zum Beispiel hatten wir eine Familie mit vier Kindern, von denen drei auf unterschiedliche Schulen gegangen sind und noch zu klein waren, die Strecke alleine zurückzulegen. Jeden Morgen hat einer unserer Mitarbeiter die Kinder abgeholt und zur Schule gebracht. Wir holen den Nachwuchs aber auch schon mal vom Fußball ab, wenn der Vater oder die Mutter noch in einer Besprechung steckt. Es gibt unzählige Gründe, unseren Taxiservice anzufordern. Und die Kinder finden es immer spannend, wenn wir sie mit unserem Taxi abgeholt werden. Übrigens ein zu 100 Prozent elektrisch gespeister Renault Kangoo ZE.

Bitte erläutern Sie uns zum Abschluss unseres Gesprächs doch noch kurz, wie die Zusammenarbeit mit famPLUS aussieht.

Mit famPLUS haben wir einen Kooperationsvertrag, der beinhaltet, dass wir bei der Suche nach Betreuungsplätzen behilflich sind, Notfallbetreuung übernehmen und auch sonst für alle Sonderanfragen rund um die Betreuungsproblematik in Stuttgart und um Stuttgart herum unterstützen. In aller Regel kommen die Anfragen bei famPLUS an und werden dann an uns weitergeleitet.

Notfallbetreuung über famPLUS:

Sie benötigen auch von Zeit zu Zeit eine Notfallbetreuung? famPLUS bietet in München, Regensburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Essen, Dortmund, Hamburg und Berlin eine Notfallbetreuung entweder in Kooperation mit Partnerunternehmen oder mit eigenem Personal an. Sollten Sie also eine Notfallbetreuung benötigen, können Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von famPLUS jederzeit unter der 089 / 80 99 027 - 00 erreichen. Oder Sie schreiben eine Mail an: info@famplus.de. Die Mitarbeiter von famPLUS setzen sich dann schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung.


Erscheinungsdatum: 01.03.2017