Neuerungen beim Elterngeld und der Elternzeit 2013

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2013 müssen sich Eltern auf Änderungen beim Elterngeld einstellen. Gut ist, dass die Berechnung vereinfacht und damit das Verfahren verkürzt wird. Schlecht ist allerdings, dass durch pauschalierte Abzüge die meisten Eltern weniger Elterngeld erhalten werden als nach dem bisherigen Verfahren. Bei der Elternzeit gibt es dagegen positive Veränderungen.

Einfacher, aber weniger – Änderungen beim Elterngeld

Berechnet wird das Elterngeld weiterhin auf Basis des durchschnittlichen Einkommens der letzten zwölf Monate vor der Geburt. Es beträgt in der Regel 67 Prozent des vorigen Nettolohns, mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 EUR. Neu für ab 2013 geborene Kinder ist die Berechnung eines fiktiven Nettoeinkommens: Vom Bruttogehalt werden 21 Prozent Sozialversicherungspauschale und die Lohnsteuer nach der eingetragenen Steuerklasse abgezogen. Freibeträgen, z.B. doppelte Haushaltsführung, werden ebenso wenig nicht berücksichtigt wie Steuerfreibeträge aufgrund Behinderung eines Elternteils oder Kindes.

Weiterhin zulässig bleibt der Wechsel der Steuerklasse zur Erlangung eines höheren Elterngeldes, zB. von V in III. Dies wirkt sich allerdings nur dann auf die Elterngeldhöhe aus, wenn der Wechsel mindestens sechs Monate vor der Geburt beantragt wurde.

Weitere Informationen erhalten Sie auf dem Serviceportal www.familien-wegweiser.de des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.  Auf der Seite zum Elterngeld (http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/service,did=75670.html ) finden Sie neben dem aktuellen Elterngeldrechner allgemeine Publikationen, Antragsformulare sowie Broschüren für bestimmte Situationen (Alleinerziehende, Mehrlingsgeburten, Adoption…).

Leichte Verbesserungen bei Elternzeit-Regelungen

Eltern, die während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchten, werden ab 2013 etwas besser gestellt: Ab sofort entfällt die starre arbeitszeitliche Grenze von 30 Wochenstunden. Künftig dürfen Mütter und Väter in Elternzeit im Monatsdurchschnitt 30 Wochenstunden arbeiten. Nach wie vor hängt die vorzeitige Beendigung oder die Verlängerung der Elternzeit von der Zustimmung des Arbeitgebers ab. Neu ist, dass vorzeitige Beendigung aus Härtefallgründen nur mit „dringenden betrieblichen Gründen“ verwehrt werden kann, die der Arbeitgeber zudem innerhalb von vier Wochen schriftlich mitteilen muss.

Eine weitere Änderung mit positiven Auswirkungen für Mütter: Fällt eine neue Mutterschutzfrist in eine laufende Elternzeit, kann diese auch ohne Zustimmung des Arbeitgebers beendet werden. Damit kann die Mutter neben dem Mutterschaftsgeld der Krankenkasse auch noch den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld beanspruchen.

Weitere Informationen zur Elternzeit auf www.familien-wegweiser.de.


Erscheinungsdatum: 14.01.2013