Immer mehr Väter nehmen Elternzeit

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Die Väterquote steigt: Laut den Daten des Statistischen Bundesamtes haben 27,3 Prozent der Väter der 2011 geborenen Kindern Elterngeld bezogen. Das ist eine Steigerung um 2 Prozentpunkte gegenüber dem Geburtsjahrgang 2010 und damit der höchste Stand seit Einführung des Elterngeldes.

Allerdings: Mehr als Dreiviertel der Väter (77 Prozent) bezogen das Geld lediglich für zwei Monate, nur knapp 7 Prozent nahmen die Leistung für zwölf Monate in Anspruch. Zum Vergleich: Neun von zehn Müttern beziehen die für zwölf Monate.

Bundesweit gibt es aber große Unterschiede: Während über ein Drittel der Väter in Bayern (35,8 Prozent) und Sachsen (35,6 Prozent) Elterngeld beantragte, ist das Saarland mit 17,5 Prozent das Schlusslicht. In Jena (Thüringen/47,2 Prozent) und im Landkreis Cham (Bayern/46,2 Prozent) beteiligte sich fast jeder zweite Vater, in Hagen und Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) nur jeder zehnte.

Der durchschnittliche Elterngeldanspruch von Vätern, die vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, liegt mit 1.204 Euro deutlich höher als bei den Müttern (868 Euro). Das Elterngeld ist eine dynamische Leistung, die für junge Eltern eine wichtige finanzielle Absicherung und Wahlfreiheit in den ersten Monaten nach der Geburt ihres Kindes bieten soll.

Weitere Informationen:

Statistisches Bundesamt

Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend


Erscheinungsdatum: 27.05.2013