Großeltern auf Zeit für thyssenkrupp Mitarbeiter

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Quelle: thyssenkrupp AG

Großeltern auf Zeit für thyssenkrupp Mitarbeiter

Leihgroßeltern-Projekt startet jetzt auch im Ruhrgebiet

Im Garten Elfen suchen, Mensch ärgere Dich nicht spielen oder Märchen vorlesen? Zeit, die man mit Kindern verbringt, ist kostbar und bringt die eigene Kindheit zurück. Auch mit einem „Enkel auf Zeit“ – als Leihoma oder –opa.

Das Familienserviceunternehmen famPLUS GmbH hat gemeinsam mit dem Elternservice AWO einen Workshop entwickelt, der Leihgroßeltern die Möglichkeit zur Weiterbildung und den Raum zum Erfahrungsaustausch bietet. Die beiden Organisationen führen die Workshops sowohl gemeinsam als auch unabhängig voneinander durch. Die Leihgroßeltern vermittelt famPLUS an Familien von Mitarbeitern renommierter Unternehmen u.a. jetzt auch thyssenkrupp.

Begonnen hat das bundesweite Projekt 2014 in Berlin, Hamburg und München. Mittlerweile sind das Rhein-Main-Gebiet und Stuttgart dazu gekommen. 2016 nun steht mit Essen auch ein Standort im Ruhrgebiet mit auf der Agenda. Im März geht’s los. Auf einem zweistündigen Infoabend gibt es allgemeine Informationen für Interessierte. Der zweitägige Workshop geht dann weiter in die Tiefe.

Begegnung auf Augenhöhe

„Wir laden zum Workshop sowohl Menschen ein, die bereits als Leihgroßeltern tätig sind, als auch Neuinteressenten“, sagt Helen Karcher, Kundenmanagerin bei famPLUS. Viele Teilnehmer haben durch eigene Kinder oder Enkel Erfahrung im Umgang mit Kindern. 

Einige haben bereits im pädagogischen Bereich gearbeitet, zum Beispiel als Tageseltern.

 „Wir begegnen den Senioren auf Augenhöhe und nehmen ihre Erfahrungen ernst“, betont Helen Karcher. Deshalb hat der Austausch mit den Teilnehmern bei den Workshop erste Priorität. „Es ist wichtig, Vertrauen aufzubauen“, fährt sie fort, „denn die zukünftigen Leihgroßeltern investieren nicht nur viel Zeit, sondern übernehmen auch eine große Verantwortung.“

Ein wichtiges Themenfeld ist auch immer wieder der Wandel von Familienleben und Erziehungsstil. „Wir treffen dabei in der Regel auf eine große Aufgeschlossenheit und viel Verständnis der Älteren für die heutige Elterngeneration“, erzählt Helen Karcher.

Familienanschluss inklusive

Bei den Gesprächen auf dem Workshop stellt sich schnell heraus, wer zu welcher Familie passt. Die Vermittlung an die passende Familie ist deshalb unkompliziert.

„Es war Sympathie auf den ersten Blick“, erinnert sich die 61-jährige Angela Miksch an die erste Begegnung mit ihren Leih-Enkelkindern. Die Berlinerin kümmert sich zwei Mal in der Woche nachmittags um sie. „Man braucht eine Aufgabe im Leben und muss auch mal raus aus den eigenen vier Wänden“, erklärt sie ihre Motivation. „Man kriegt so viel zurück“, das ist die Kernbotschaft der begeisterten Leihoma Gabriele Krschka aus Stuttgart: „Wenn einen ein Kind anstrahlt und einem Vertrauen schenkt, dann ist das ganz toll.“

famPLUS-Kunde im Ruhrgebiet ist beispielsweise thyssenkrupp, die den Service Ihren Mitarbeitern kostenlos zur Verfügung stellen. Für die Leihgroßeltern ist der Service ebenfalls kostenlos.

Den Betreuungsvertrag schließen die Leihgroßeltern letztlich direkt mit der Familie ab. In der Regel läuft der auf 450-Euro-Basis. Das hängt davon ab, wie viele Stunden die Leihgroßeltern im Einsatz sind. „Die Bezahlung ist nicht nur eine Anerkennung der Leistung von Leihgroßeltern. Sie sorgt auch für Verbindlichkeit auf beiden Seiten“, erklärt Helen Karcher.

Claudia Šabić

Weitere Infos

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Erscheinungsdatum: 30.01.2016