Glück im Unglück: Oma stirbt, aber eine Leih-Oma hilft aus

„Im Juni dieses Jahres ist meine Mutter ganz plötzlich verstorben – sie hatte einen Schlaganfall“, erzählt Nadia S. Abgesehen von der Trauer um die Mutter hatte die berufstätige Mutter nun auch noch das Problem, dass sie sich eine neue Notfall-Kinderbetreuung für ihre 4 Jahre alte Tochter überlegen musste.

Die 37-jährige Nadia arbeitet seit dem Ende der Elternzeit mit einem Pensum von 25 Wochenstunden in der Abrechnungsstelle der Personalabteilung von WWK. „Wenn alles normal läuft, dann komme ich auch gut mit den Kindergarten-Öffnungszeiten hin, meine Tochter ist da ganztags eingebucht und kann von 7:30 bis 16:30 bleiben“, skizziert die junge Mutter. „Aber für den Fall, dass mein Kind krank ist oder wir als Paar abends mal weggehen wollen, wollten mein Mann und ich gerne jemanden haben.“ Da Nadias Mann in Vollzeit arbeitet und zwar bei geplanten Kitaschlieβtagen Urlaub nehmen kann, aber kaum spontan wegen eines kranken Kindes fehlen kann, musste also eine neue Idee her.

Am liebsten, überlegte sich Familie S., wäre es ihnen, wenn sich eine Leih-Oma gelegentlich um die Tochter kümmert. Und insofern war es sehr praktisch, dass Nadia S. gerade erst auf einer Betriebsversammlung von der Möglichkeit gehört hatte, sich bei der Suche nach Kinderbetreuung vom Familiendienstleister famPlus helfen zu lassen. Die WWK-Mitarbeiterin erkundigte sich bei ihrem Bereichsleiter, ob sie den Service nutzen dürfe, und meldete sich dann gleich auf der Homepage von famPlus an.

„Da gab’s ein Erstkontaktformular, das ich ausgefüllt habe. Und dann wurde ich ziemlich zeitnah von famPlus angerufen, um meine Bedürfnisse genau zu besprechen“, beschreibt Nadia S. den Beginn des Vermittlungsprozesses. FamPlus, so erinnert sie sich, schaltete dann eine Anzeige, in der nach einer Leihoma aus der Umgebung gesucht wurde – und Familie S. erhielt auch bereits nach 2 Wochen die ersten beiden Vorschläge. „Leider war da noch nicht die Richtige dabei – ich war nicht wirklich überzeugt, und meine Tochter hat auch nicht so gut auf die Dame angesprochen, die wir trafen.“

Und so hielt Nadia S. erneut Rücksprache mit famPlus, woraufhin der Betreuungsvermittler eine weitere Anzeige schaltete. Diesmal mit Erfolg: „Das war ein Glücksfall!“, freut sich die 37-Jährige immer noch. „Eine der beiden Damen, die sich auf die zweite Anzeige meldeten, wohnt direkt bei uns im Ort. Und als ich sie zusammen mit meiner Tochter in einem Café kennenlernte, hatte sie Pixie-Bücher dabei und hat gleich angefangen, etwas vorzulesen!“

Familie S. und die Leih-Oma, die erst 51 Jahre jung ist, wurden sich über den Stundenlohn schnell einig und setzten einen Arbeitsvertrag auf. „Mir hat auch gefallen, dass diese Dame jahrelang als Erzieherin gearbeitet hat und aufgrund ihrer Erfahrung wusste, welche Dinge unbedingt geklärt sein müssen, zum Beispiel welche Medikamente sie geben darf, wenn meine Tochter krank wird.“

Besonders wichtig ist der 37-jährigen Mutter, dass sie spürt, wie gerne die Leihoma Sabine sich um ihre Tochter kümmert. „Es geht ihr nicht nur ums Geld, sie liebt Kinder und macht das nicht nur, um ihre Rente aufzubessern“, stellt Nadia zufrieden fest. Seit Anfang November hat Familie S. die Dienste der Leihoma nun schon drei Mal in Anspruch genommen. „Und meine Tochter ist so angetan von Oma Sabine, dass sie ganz oft fragt, wann sie sie endlich wieder mal besuchen darf!“, sagt Nadia S. erleichtert.

Erscheinungsdatum: 17.12.2013