FamPLUS intern: Lukas Jaeger vermittelt

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Was passiert eigentlich auf der anderen Seite des Schreibtisches, wenn eine Familie famPLUS kontaktiert und einen Vermittlungsauftrag startet? Wir begleiten famPLUS Mitarbeiter Lukas Jaeger bei der Suche nach einer Kinderbetreuung für den 6-jährigen Philipp*. Fest steht, dass es zwar Routinen bei der Vermittlung von Betreuung gibt, aber kein Fall dem anderen gleicht. Es ist immer spannend!

Familie Meier* aus dem Raum Sindelfingen hat ab dem Sommer 2014 ein Problem: Sohn Philipp kommt in die Schule und braucht dann 3 Mal pro Woche eine Betreuung ab 12 Uhr, die mit ihm Hausaufgaben macht, ihn von der Schule abholt, und ihn bis zum frühen Abend beaufsichtigt. Glück für die Meiers, dass der Arbeitgeber Daimler mit famPLUS kooperiert – und so landet Anfang Januar das Vermittlungsgesuch für Philipp auf dem Schreibtisch von Lukas Jaeger.

Der 29-Jährige ist ausgebildeter Erzieher und hat einen Bachelor im Bereich „Management Soziale Innovation“. Er ist einer der Fallmanager für die Vermittlung von Kinderbetreuung bei famPLUS. Lukas Jaeger schickt den Meiers gleich eine Mail mit der Bestätigung des Auftrags und macht darin einen Vorschlag für ein erstes Telefongespräch. „Das Erstgespräch, in dem wir den genauen Bedarf und die Wünsche der Familie abklären, findet normalerweise zeitnah nach dem Eingang des Vermittlungsauftrages statt“, erklärt Jaeger.

Vorher hat der famPLUS Mitarbeiter schon in der internen Datenbank geschaut, ob er für die Familie einen passenden Bewerber aus ihrer Region vorschlagen kann. Falls nicht, wird er lokal rekrutieren. „Das bringt uns meist ziemlich viel Resonanz, und auch einige Einträge in unseren Bewerberpool“, beschreibt der Vermittler den Beginn des Suchprozesses. „Bei den Meiers war mir klar, dass die Suche nicht ganz so einfach wird, denn drei Nachmittage ab 12 Uhr haben nicht so viele Leute Zeit in diesem ländlichen Bereich, das wissen wir aus Erfahrung“, erinnert sich Jaeger.

Nach dem Erstgespräch, das etwa 30 Minuten lang dauert, hat der Vermittler einige Eckpunkte abgefragt, die Standardfragen wie die nach Allergien oder Besonderheiten des Kindes umfassen. Obendrein hat sich der Vermittler ein Bild davon gemacht, was der individuellen Familie wichtig ist – das betrifft eher die zwischenmenschliche Ebene und erfordert ein gutes Gespür seitens der famPLUS Mitarbeiter.

Die Ergebnisse dieses Erstgesprächs trägt Jaeger gleich nach dem Telefonat in die Datenbank von famPLUS ein, auf die alle Mitarbeiter Zugriff haben. Im Fall der Meiers konnte der 29-Jährige Kundenberater der Familie gleich eine Leih-Oma aus der Umgebung vorschlagen, die er in der firmeneigenen Datenbank fand. „Die Familie hat die Dame dann auch getroffen, war aber nicht ganz überzeugt, dass sie die Richtige für Philipp ist. Das kommt natürlich manchmal vor und ist ganz normal“, erzählt Jaeger. Eine weitere Kandidatin, die er mittels Datenbank vorschlagen konnte, kam zwar für die Familie infrage, aber als Jaeger die Bewerbung eines Mannes aus Afrika erhielt, der über die lokalen Rekrutierungsaktivitäten dazu kam, sich bei famPLUS als Betreuer für Philipp zu bewerben, hatte Jaeger gleich ein gutes Gefühl: „Francis ist Lehrer gewesen in Uganda, er macht seinen Master hier in Deutschland, und ein sehr zuverlässiger, empathischer Mensch. Ich habe ihn der Familie vorgeschlagen – und Philipp hatte sofort ein tolles Verhältnis zu Francis. Die Eltern haben sich für ihn entschieden.“

Für Jaeger ist die Vermittlung damit abgeschlossen. Er wird noch ein paar Bewerbern absagen oder sie bitten, sich in die Datenbank einzutragen, und der Familie einen Feedbackbogen zumailen, der innerhalb von famPLUS ausgewertet wird. „Philipps Mutter hat mir eine Mail geschrieben und sich bedankt. Es ist ein gutes Gefühl, man freut sich, wenn das gut gepasst hat“, sagt der 29-Jährige zufrieden. Und wendet sich dem nächsten Vermittlungsgesuch zu.


Erscheinungsdatum: 19.08.2014