Echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Tandemploy unterstützt bei der Umsetzung von Jobsharing!

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Anna Kaiser und Jana Tepe Gründerinnen von Tandemploy

Gastbeitrag von: Jana Tepe tandemploy.de

Kann es echte - und zwar wirklich echte! - Vereinbarkeit von Beruf und Familie geben? Ohne entweder-oder, ohne Dilemma, ohne Bauchschmerzen?

Für viele Menschen gibt es sie noch nicht. Denn eine Entscheidung für die Familie bedeutet oftmals immer noch eine Entscheidung gegen die Karriere. Das hat verschiedene Gründe, hängt aber stark mit nach wie vor sehr unflexiblen und wenig familienfreundlichen Arbeitsmodellen und einer verkrusteten Präsenzkultur zusammen.

 

Traumjobs = Vollzeitjobs

Die Traumjobs sind klassischerweise Vollzeitjobs. Und wer gerade nicht in Vollzeit arbeiten möchte oder kann, hat das Nachsehen. Teilzeit als Karrierefalle oder zumindest als deutlicher Karriereknick, man liest es tagtäglich in den Medien und muss sich doch sehr wundern. Es ist vor dem Anspruch einer menschlichen, lebensfreundlichen und vor allem familienfreundlichen Arbeitswelt ein Skandal - und doch tagtägliche Realität.

 

Jobsharing schließt Lücke!

Ein Arbeitsmodell, das tatsächlich Besserung verspricht und noch dazu in Deutschland auf dem Vormarsch ist, ist Jobsharing. Wenn sich im Jobsharing zwei eine Stelle teilen, eröffnet das neue Horizonte und Möglichkeiten, genau die Stellen teilzeittauglich zu machen, die es vorher nicht waren. Gerade die komplexeren, gerade die anspruchsvolleren, gerade die mit Führungsverantwortung. Für den Arbeitgeber eine 100% (und mehr) Besetzung seiner Stelle - für die beiden Jobsharer flexible (und weniger!) Arbeit.

 

"Habe ich echte Vereinbarkeit gehört?"

Die junge Jobsharing Plattform Tandemploy.com hat es sich zum Ziel gemacht, das Jobsharing Modell, das endlich echte Vereinbarkeit verspricht, für jeden einfach umsetzbar zu machen. Denn obwohl bereits jedes 5. Unternehmen in Deutschland Jobsharing anbietet, ist das Zustandekommen bisher noch oftmals ein Zufallsprodukt (vgl. Institut der Deutschen Wirtschaft Köln, 2010).

 

Tandemploy.com

  1. Auf Tandemploy.com finden Menschen den perfekten Partner zum Teilen eines Jobs und treffen auf die Unternehmen, die wirklich flexibles Arbeiten im Jobsharing ermöglichen - und nicht nur darüber reden. Alle Vollzeitstellen in der Jobbörse sind explizit jobsharing-freundlich, alle dort vertretenen Unternehmen explizit mit dem Modell vertraut. Rundherum unterstützt Tandemploy mit allerhand Infomaterialien und Argumenten, z.B. auf dem eigenen Jobsharing-Blog zweiteilen.de.

 

Gründerinnen im Jobsharing!

Die beiden Gründerinnen Anna Kaiser (30) und Jana Tepe (27) teilen sich die Geschäftsführung von Tandemploy ganz konsequent im Jobsharing und erleben so die Vorteile des Modells am eigenen Leib. Sie ergänzen sich in ihren Kompetenzen, bringen verschiedene Perspektiven und Ideen ein und sind sich gegenseitig im Urlaubs- oder Krankheitsfall eine perfekte Vertretung. "Jana kann alles, was ich nicht kann - und umgekehrt. Ich möchte nie wieder anders arbeiten", sagt Anna Kaiser.

 

"Schenkt uns Zeit - damit wir euch eure Zeit zurückgeben können!"

Ein Jahr lang wurden Kaiser und Tepe vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit dem EXIST-Gründerstipendium gefördert. Das Stipendium schenkte ihnen die Zeit, das Konzept zu Tandemploy auszuarbeiten und ihre Internetplattform in einer ersten Version auf den Markt zu bringen. Nun starten die Gründerinnen eine Crowdfunding Kampagne auf Startnext, mit der sie weitere Zeitschenker suchen. Unterstützen kann jeder, der das Projekt realisiert sehen möchte, mit einem Betrag seiner Wahl. Tandemploy bedankt sich je nach Höhe der Unterstützung mit originellen Dankeschöns, zum Beispiel mit einem selbstverfassten Zeitmanifest, kostenfreien Beratungsdienstleistungen für Jobsharing-Interessierte oder einer Tandem-Fahrradtour mit den beiden Gründerinnen. Das Fundingziel liegt bei 15.000 Euro, die entlang dem Alles-oder-nichts-Prinzip mindestens zusammenkommen müssen, damit das Crowdfunding überhaupt zustande kommt. Wird weniger eingesammelt, bekommen alle Unterstützer ihr Geld zurück.


Erscheinungsdatum: 28.10.2014