FAQ

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Psychosoziale Beratung. Was ist das?

In den USA ist sie bereits seit langem weit verbreitet – dort bieten rund 90 Prozent der (größeren) Firmen ihren Mitarbeitern ein solches Programm an. Bei einer externen Mitarbeiterberatung werden die Mitarbeiter bei jeglicher Art von Problemen – beruflichen und privaten – durch einen qualifizierten externen Beratungsdienst unterstützt.

Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass bei familiären oder beruflichen Problemen eine zeitnahe und vor allem anonyme Hilfe große Entlastung bringt.

Viele sehen im Bereich des EAP nur das Thema PSYCHE im Vordergrund. Es steckt aber viel mehr dahinter, vor allem Alltagsthemen können für Mitarbeiter zu einer großen Belastung werden und über längere Sicht zu psychischen Problemen und Erkrankungen führen. Somit kann durch das EAP Programm auch präventiv gegen Krisen gearbeitet werden.

Was haben die Mitarbeiter davon?

Die Beratung von famPLUS gibt allen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich schnell und anonym zu allen Fragestellungen, Sorgen und Problemen des Lebens Unterstützung zu holen. Im Vordergrund steht hier die Handlungsfähigkeit des Ratsuchenden zu stärken, einen Blick von außen zu ermöglichen und Entlastung für das Berufs- und Privatleben zu schaffen.

Die Erfahrung anderer Unternehmen zeigt, dass Angebot von immer mehr Mitarbeitern auch präventiv zur persönlichen Stabilisierung, zur Erhöhung der Flexibilität, zum konstruktiven Umgang mit Veränderungsprozessen etc. genutzt wird.

Mit welchen Problemen kann ich mich dort melden?

Das Angebot umfasst die Beratung zu unterschiedlichsten Themenfeldern:

  • Beratung bei arbeitsbezogenen Anliegen (z. B. Arbeits- und Zeitmanagement, Umgang mit Kollegen oder Vorgesetzten)
  • Beratung bei Familienthemen (z. B. Trennung /Scheidung, Erziehung, Pflege von Angehörigen)
  • Psychosoziale Beratung (z. B. Stress, psychische Belastung, Trauer, Burn-Out)
  • Beratung in alltagspraktischen Fragen (z. B. finanzielle Fragen, Schulden, Verbraucherfragen, Umgang mit Behörden)
  • Suchtberatung (Alkohol, Drogen)

Wie funktioniert das (telefonisch, schriftlich, persönlich)?

Der Erstkontakt erfolgt in der Regel telefonisch, es kann aber auch über unsere Homepage online oder per Mail eine Anfrage gestellt werden.

Und wie geht es dann weiter?

Eine telefonische Beratung ist oftmals ein erster Schritt. Der Berater am Telefon macht eine Bestandsaufnahme Ihrer Situation, klärt Ihr Anliegen und das Ziel der Beratung.

Wenn Sie mehr brauchen als eine kurze Beratung, sorgt ein Berater von famPLUS dafür, dass Sie genau die Hilfe finden, die Ihrer Person und Fragestellung angemessen ist. Dieser persönliche Berater begleitet Sie während der gesamten Beratungszeit und ist damit Schnittstelle zwischen Ihnen und Dritten (z. B. Fachstellen, Ärzten, Therapeuten, Selbsthilfegruppen etc.).

Welche Qualifikationen haben die Berater?

Im Beratungszentrum arbeiten Diplom-Psychologen, Diplom-Pädagogen und Diplom Sozialpädagogen. Neben einem abgeschlossenen Studium verfügen sie in der Regel über eine abgeschlossene Weiterbildung in einem psychotherapeutischen Verfahren oder einem psychosozialen Beratungsverfahren sowie entsprechende Beratungserfahrung.

Im Bereich alltagspraktischer Fragestellungen arbeiten die Berater mit Wirtschaftsberatern, Schuldnerberatern, Steuerexperten, verschiedenen Beratungsstellen und Fachkräften zusammen, um den Ratsuchenden die praktischen Informationen vermitteln zu können, die diese zur Lösung anstehender Fragen benötigen.

Da die Bandbreite der Dienstleistung sehr breit ist, ist auch die Spezialisierung der Berater unterschiedlich.

Kann ich die Beratung unbegrenzt zu einem Thema nutzen oder gibt es ein Limit?

Die Beratung am Telefon ist nicht auf eine bestimmte Anzahl Gespräche limitiert, wird aber unter Umständen aus fachlichen Gründen eingegrenzt. Die externe Mitarbeiterberatung ist vom Ansatz her eine lösungsorientierte Kurzzeitberatung. Wenn dauerhaft eine intensive Begleitung nötig ist, ist dieser Service nicht die richtige Lösung. In dem Fall identifiziert famPLUS für Sie eine passende Anlaufstelle in Ihrem Umfeld und vermittelt den Kontakt dorthin.

Vermittelt mir famPLUS auch Ansprechpartner vor Ort? Ist dies ebenfalls kostenlos?

famPLUS verfügt über ein bundesweites Beraternetzwerk mit ca. 400 Beraterinnen und Berater. Diese Beraterinnen und Berater sind sorgfältig ausgewählt und arbeiten im engen Kontakt mit dem Beratungszentrum.

Berater vor Ort sind Dipl. Psychologen, Dipl. Pädagogen, Dipl. Sozialpädagogen oder Coaches. Sie verfügen über eine oder mehrere abgeschlossene Weiterbildungen (z.B. Verhaltenstherapie, systemische Beratung, Paarberatung), regelmäßige Weiterbildungen, Supervision, mehrjährige Beratungs- und Berufserfahrung in und mit Organisationen. Die Beratung vor Ort ist für die Ratsuchenden kostenlos.

Welche Themen werden telefonisch, welche Themen vor Ort beraten?

In der Regel wird zunächst telefonisch eine Bestandsaufnahme gemacht und erste Lösungen erarbeitet. Reicht dieses nicht aus, wird mit dem Klienten vereinbart, wie weiter vorgegangen wird. Nicht alles kann telefonisch abgewickelt werden, persönliche Beratung ist in manchen Fällen effizienter, in anderen unabdingbar. Typische Anliegen, die in einer Beratung vor Ort bearbeitet werden sind z. B. Verdacht auf Depression, Angstzustände, Burnout, starke Anspannung und Schlafstörungen, Sucht, Paar- und Familienberatung, Krise nach Trennung, Konfliktberatung.

Wie lange sind die Wartezeiten?

Für die telefonische Beratung gibt es keine Wartezeiten. Es steht sofort ein Berater zur Verfügung. Wird nach einer gründlichen Bestandsaufnahme deutlich, dass eine Beratung vor Ort sinnvoll ist, wird in der Regel ein Erstgespräch innerhalb von 8 Tagen, in dringenden Fällen innerhalb von 48 Stunden, ermöglicht.

Muss ich bei Kontaktaufnahme persönliche Angaben machen (Name etc.)

Nein, der Beratungsdienst benötigt als Legitimation lediglich den Hinweis, dass Sie bei einem teilnehmenden Unternehmen beschäftigt sind. Eine anonyme Beratung ist selbstverständlich möglich. Sie können dazu am Telefon einen Fantasienamen („Nickname“) angeben.

Wie werden Anonymität und Datenschutz sichergestellt?

Vertraulichkeit ist oberstes Gebot, wenn dieses Beratungsangebot funktionieren soll. Ebenso wie der Betriebsarzt unterliegen die Berater der Schweigepflicht. Der Arbeitgeber erfährt weder, welche Mitarbeiter die Beratung in Anspruch genommen haben, noch mit welchen Fragen/Problemen.

Gibt es Ausnahmen von der Schweigepflicht?

Ja, wenn das Leben der ratsuchenden Person oder das Leben Dritter gefährdet ist, müssen famPLUS - Mitarbeiter die Schweigepflicht brechen und Hilfe einschalten.

Was wird an das Unternehmen zurückgemeldet?

Da Unternehmen erhält 1-2mal jährlich eine anonymisierte statistische Auswertung über Nutzungsrate, Themen und Brennpunkte im Unternehmen. Dadurch wird es möglich, auf Probleme zu reagieren und gegebenenfalls für weitere präventive Maßnahmen zu sorgen.